In einer Microsoftumgebung ist seit Windows Vista IPv6 standardmäßig aktiviert. Es kann unter bestimmten Umständen jedoch notwendig sein, die Unterstützung für IPv6 zu deaktivieren.

Für Unternehmensnetzwerke eignet sich hier am besten eine Group Policy (GPO):

Eine GPO setzt dafür den regulär nicht existenten Registrierungswert [HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip6\Parameters\DisabledComponents] und kann je nach Abschaltlevel unterschiedliche Werte haben. (Genauer werden diese Werte in Microsoft’s KB929852 beschrieben)

Die passende GPO wurde auf EXPTA aufbereitet und steht zum Download bereit.

Die darin enthaltenen Dateien müssen auf dem Domain Controller in folgende Verzeichnisse platziert werden:

  • IPv6Configuration.admx%SYSTEMROOT%\PolicyDefinitions
  • IPv6Configuration.adml%SYSTEMROOT%\PolicyDefinitions\en-US (falls erforderlich ist en-US durch die eigene Sprache zu ersetzen)

Mit Hilfe der Group Policy Management Console kann die GPO nun an die jeweilige OU angehangen werden, die die Zielsysteme enthält. Die Einstellungen sind dabei unter Computer Configuration > Policies > Administrative Templates > Network > IPv6 Configuration entsprechend den erforderlichen Gegebenheiten zu setzen.
Mögliche Einstellungen dabei sind:

  • Enable all IPv6 components (Windows default)
  • Disable all IPv6 components (damit kann IPv6 komplett deaktiviert werden)
  • Disable 6to4
  • Disable ISATAP
  • Disable Teredo
  • Disable Teredo and 6to4
  • Disable all tunnel interfaces
  • Disable all LAN and PPP interfaces
  • Disable all LAN, PPP and tunnel interfaces
  • Prefer IPv4 over IPv6

(Quelle: www.expta.com)

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