Photo by Alexander Klink, CC BY 3.0
Photo by Alexander Klink, CC BY 3.0

Von den ersten Videospielen bis zu den heutigen Online-Spielen war es ein langer Weg. Die ersten Videospiele konnte man nur alleine spielen, einige wenige auch zu zweit. Dafür war es aber notwendig, beide Spieler vor demselben Fernseher oder Computer zu versammeln. So wie sich die Spiele an sich weiterentwickelten, verbesserten sich auch die Spielmöglichkeiten für mehrere Spieler. Die Konnektivität zwischen den Konsolen und Computern wurde besser. Auch bei den ersten LAN-Partys mussten die Teilnehmer noch in einem Raum sitzen, aber immerhin nicht mehr vor demselben Bildschirm.

Je schneller das Internet wurde, desto mehr Online-Spiele kamen auf den Markt. Eines der ersten Multiplayer-Spiele war “Ultimate Online” von Electronic Arts. Diese ermöglichten ein gemeinsames Spielen von mehreren Menschen rund um den Erdball. Das gilt für Freunde in unterschiedlichen Städten, genauso wie für das anonyme Spielen gegen fremde Leute aus der ganzen Welt. Der Vorteil dieser neuen Verbindung brachte auch Nachteile mit sich. Denn immer wo man ein System für andere öffnet, entstehen Sicherheitslücken. Das gilt für die Daten jedes Einzelnen, aber auch für ganze Systeme.

Der Datenklau von Spielteilnehmern ist ein bekanntes Problem bei Online-Spielen. Natürlich gibt man seine Daten auch jedes Mal Preis, wenn man auf Facebook oder andere Dienste zugreift. Das passiert aber noch halbwegs bewusst. Das hier genannte Problem ist der unerlaubte Datenklau, der ohne das Wissen des Teilnehmers geschieht und illegal ist.

Für Online-Spiele ist häufig eine Registrierung erforderlich. Bei einigen Anbietern reicht dafür die Email-Adresse und ein Name. Bei anderen Spielen sind auch die Adresse und Bankverbindung notwendig, um In-Game-Käufe zu tätigen. So können die Spieler zusätzliche Ausrüstungsgegenstände, Funktionen oder ganze Level erwerben. Spätestens wenn man seine Bankdaten angibt, möchte man sich als Nutzer in guten Händen wissen.

Immer mehr Webseiten nutzen die Zwei-Faktor-Authentifizierung für mehr Sicherheit. Bei dieser Methode muss sich der Nutzer zweimal identifizieren, um auf seinen Account und seine Daten zugreifen zu können. Die erste Anmeldung erfolgt meistens über die Email-Adresse und ein Passwort. Für die zweite Stufe verwenden die Anbieter unterschiedliche Methoden. Einige Firmen, zum Beispiel Blizzard, senden einen Code auf eine vorher festgelegte Mobilnummer. Andere Anbieter wie The Elder Scrolls Online schicken eine Email mit einem Code. Eine dritte Methode ist der RSA-Token, wie ihn zum Beispiel PokerStars Casino für die zweite Authentifizierungsstufe nutzt. Dabei handelt es sich um ein elektronisches Gerät von der Größe eines Autoschlüssels. Wenn man sich auf der Anbieter-Seite einloggt, erhält man automatisch einen Code auf den Token gesendet. Diesen gibt man dann bei der Abfrage ein. Der Code ist nur für kurze Zeit sichtbar und muss danach neu generiert werden.

Neben dem Datenklau existiert auch noch ein Risiko für das gesamte System in Form von Viren und Malware. Viele Online-Spiele müssen vor der ersten Anwendung lokal installiert werden oder erfordern regelmäßige Updates. Auf diesem Weg können schnell Viren auf dem eigenen System landen. Das gilt für Computer und Konsolen gleichermaßen, wobei sich der Zugriff auf Computer oft mehr lohnt. Allerdings können sich Viren auch über das von der Konsole genutzte WLAN im gesamten Netzwerk verbreiten. Viele Spieler überprüfen Updates nicht sorgfältig vor dem Installieren und sind daher besonders anfällig. Dass die Installation mittlerweile fast automatisch abläuft, erhöht das Risiko zusätzlich.

Die einfachste Methode zum Schutz vor Viren sind Virenprogramme. Der Markt für Anti-Viren-Programme ist riesig und wächst stetig weiter. Zu den größten Anbietern zählen Kaspersky, Avast und Avira. Neben den klassischen Virenscannern bieten diese Programme die Möglichkeit, zusätzliche Firewalls zu installieren. Firewall und Virenscanner kombiniert bieten einen guten Schutz gegen die meisten Viren. Außerdem sollte man bei jedem Download eine natürlich Portion Skepsis walten lassen und den Absender der Datei prüfen. Mit dieser einfachen Maßnahme kann man einen Großteil der gewöhnlichen Virenangriffe abwehren.